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HAFTUNGSAUSSCHLUSS
Warum Stunden und Tage im eigenen Studio verbringen, nur um dann festzustellen: zu kalt, zu verzerrt, zu spröde, zu leise usw.? Mastering braucht definitiv mehr, als viele PlugIn-Hersteller versprechen! Es erfordert ein erhebliches Investment und viele Jahre Erfahrung. Mastering ist nicht nur eine Material- sondern eine Know-How-Schlacht. Und nebenbei: Mastering ist nur so gut wie der Mix. Aus einem Kreisklassemix wird nie ein Bundesliga-Mastering werden! Also schaut mal auf meine Tipps.
Festpreis:
29 Euro inkl. Mwst. pro Titel (max. 5 Min.)
Formate:
Audiofiles auf Datenträger (CD, DVD, USB Stick oder Festplatte, FW 400 oder 800 Festplatte, Datentransfer auf Anfrage)
Audiofiles 44,1 kHz 24 bit oder 88,1 kHz 24 bit wav oder aiff
Andere Formate auf Anfrage, Preisänderung vorbehalten
Tipps & Kniffe:
Finger weg von Dynamikbearbeitung in der Summe! Das einzige Erlaubte ist ein Brickwall-Limiter à la L1 oder L2 von Waves, um die Gesamtlautstärke auf -0,1 dB zu verstärken. Der Limiter sollte aber nie arbeiten, sondern nur verstärken. Also keine roten zuckenden Lichter irgendwo!
Wichtiger als 1000 Kompressoren ist, die Sache selbst „in die Hand“ zu nehmen. Ob du nun Maus- oder Controllerbesitzer bist: Man kann z.B. nie den Gesang so komprimieren, dass er ständig im Mix sitzt und drüber steht. Man muß ihn „fahren“, das heißt mit Maus und Controller automatisieren, und zwar Silbe für Silbe, bis er im Mix ständig dominant ist. Einzige Alternative zum Selbstschrauben ist z.Z. der Vocal Rider von Waves, aber das ist nicht jedermanns Budget. Also verbringt eine gehörige Portion Zeit mit dem Automatisieren von Lautstärke.
Man kann heute alles automatisieren, nicht nur Lautstärke, sondern z.B. Effektanteile. Oft ist im Refrain mehr Effekt nötig als in der Strophe. Oder der Gesang wird stechend im Refrain, weil er höher liegt. Dann automatisiert den EQ: nehmt 3 - 4 kHz im Refrain etwas raus. Oder der Hall soll im Refrain länger sein als in der Strophe. Automatisiert es! Oder die Fläche soll im Intro fett sein und im Rest des Songs dünner. Macht keinen Kompromiss am EQ. Automatisiert den EQ!
Was ich in der Rubrik Aufnahme und Mischen zum Thema Gitarren gesagt habe, gilt natürlich auch hier. Kein Gitarrist muß sein Instrument so fett machen, dass der Bassist währenddessen an die Bar gehen kann. Die Gitarre spielt bis ca. 120 Hz herunter, alle tieferen Frequenzen übernimmt der Bass!!
Sidechain ist ein Zauberwort. Ich benutze es oft in Zusammenhang mit Bass und Bassdrum oder Fill-Gitarren und Gesang. Das bedeutet z.B. über einen Aux wird das Signal einer Bassdrum eingespielt in einen Kompressor in der Bassspur. Als Sidechain benutzt, komprimiert die Bassdrum nun den Bass, so dass keine Bassüberlagerungen stattfinden.
Teurer ist besser. Logic oder Cubase in allen Ehren, aber für einen mixwürdigen Hall sind sie eher untauglich. Lexicon Hardware ist eine gute, aber teure Alternative. Meine Erfahrungen in letzter Zeit besagen, das Altiverb als Pionier des Faltungshalls für meine Geschmack die Nase vorn hat. Tipp am Rande: Simulierter Plattenhall ist fast unschlagbar als Haupthall im Mix. Probiert es aus, eine EMT 250 Simulation zum Beispiel eröffnet neue Wege im Mix.
Hört euren Mix auf verschiedenen Boxen an. Kann man auf dem Laptop noch den Bass und die Bassdrum erahnen? Sind die Becken im Küchenradio zu schrill. Kann man den Gesang im Auto gut hören? Ist auf den großen Hauptmonitoren zuviel Bass?